Hello September….good bye Sommer – Herbstequinox!

Wir betreten die Schwellenzeit – den 9. Monat nach dem gregorianischen Kalender und den ersten Herbstmonat! Ideal um die letzten warmen Übergangstage draussen zu genießen, den Garten vorzubereiten, die letzten Arbeiten auf dem Hof zu erledigen und die erste Herbsternte zu vollziehen.

Dieser Monat war im alten Rom der siebte Monat und wurde so ursprünglich nach der Zahl sieben/sepem benannt. Für uns bedeutet der September die erste Jahresrückschau, die Ergebnisse zu sichten und hier und da noch zu komplettieren bzw. zu beenden. Wir nutzen die weichen Herbstsonnenstrahlen zum ausatmen und Kräfte sammeln…

Wir begehen in ca. der Mitte des Monats die Herbst-Tag-Nacht-Gleiche mit Mabon/Alban Elued und entzünden die ersten Herbstfeuer der Altäre und Feuerstätten – es stellt sich das Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht, Helligkeit und Dunkelheit und Tod und Leben wieder ein. Wieder eine Zeit um *Danke * zu sagen, Danke für jeden Tag in Frieden und Harmonie, für die Fülle der Natur und Gesundheit.

Unsere Pferde haben die letzten großen hohen Weideflächen mit dem ersten Tag des Monats eingenommen, wo genug wächst um sie durch den September zu bringen. Der Herbstkurs mit Volker steht ebenfalls in Haus. Der Unterstand für die Wallachgruppe wird hochgezogen. Selbst der Hengst hat mittlerweile sein Weidezelt in Beschlag genommen, obgleich es am Anfang so aussah, als ob er es unberührt lassen würde.

Die Heuvorräte sind eingelagert und verstaut. Die letzten Früchte werden geerntet und die Beerensträuße gebunden -den Rest der Kräuter und Früchte überlassen wir den Tieren in der Natur. Die großen Kranichschwärme unseres Vogelschutzgebietes sind diese Tage wieder sehr aktiv und auch sie künden vom Herbst und ziehen lautstark ihre Kreise am Himmel über uns…

Auch am Nachthimmel wird es Herbst, Pegasus und Andromeda lösen die großen Sommersternbilder ab, mit Ihnen wird auch das Herbst Viereck wieder deutlich sichtbar. Die Cirkumpolaren sind wie immer deutlich am Zenit zu sehen und im September steht auch zwischen dem Zenit und dem Polarstern (im Sternbild Kleiner Bär) das Sternbild Kepheus – es ist schwer auszumachen, aber wenn man genau hinsieht entdeckt man die lichtschwachen Sterne des Kepheus, welches aussieht wie ein kleines Haus.

Kepheus, einst König von Äthiopien mit seiner Gattin Kassiopeia welche einer schönen Tochter – Andromeda – das Leben schenkten und deren Gattin Kassiopeia die Götter beleidigte indem sie behauptete, ihre Tochter sei schöner als die des Meergreises Nereus.

Als Poseidon davon erfuhr, ließ der dessen Ländereien überschwemmen und weckte das Seeungeheuer Ketos, welches nur besänftigt werden konnte durch die Opferung seiner Tochter Andromeda. Diese wurde durch Perseus befreit und Ketos getötet. Zeus ließ alle an den Himmel verbannen um ein Mahnmal zu setzen und so sehen wir alle aus dieser Geschichte noch heute am Nachthimmel vereint.

Wir wünschen Euch schöne laue Frühherbsttage, welche das Trainieren und Reiten auch wieder angenehm werden lassen, gemütliche Nächte am Kamin oder Lagerfeuer und einen guten Übergang in die dunklere Jahreszeit.

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