Welcome December – Welcome light!

Wo Kälte gerade richtig beginnt und der Winter in vielerlei Orten Einzug hält, erleben wir die kürzesten Tage des Jahres um diese am 21.12. mit der Wintersonnenwende zu beenden und die Rückkehr des Lichtes feierlich zu begehen.

Es ist die Yulzeit, die uns Gemütlichkeit suggeriert, heutzutage aber oft in Eile, Stress und Arbeit ausartet und uns vergessen lässt, was sie eigentlich bedeutet:

Dezember – der 10. Monat des römischen Kalenders, benannt nach der Zahl 10/decem. Die Julzeit verheißt das Wissen um die Wiedergeburt des Lichtes, Neuanfänge, Umkehr und neues Leben. Der Name JUL oder JOL hat einen ganz alten Bezug zu Odin, dem Allvater.
Noch heute hat Odin den Beinamen „JOLNIR“, was auf die Rauhnächte und die wilde Jagd hinweist, und gerade hier im Norden eine ziemlich wichtige Bedeutung hat. Um dann im Zuge der Christianisierung den heidnischen Völkern den Übergang zum Christentum zu erleichtern, war es durchaus üblich, wichtige Feiertage in der Nähe der heidnischen Feiertage anzusiedeln – so auch hier der 24. Dezember um die Yulzeit.

Bereits Jahrhunderte vor der Ausbreitung des Christentums war das Weihnachtsfest in allen indogermanischen Regionen und auch anderorts verbreitet. Die Griechen feierten die Geburt des Lichtgottes „Soter“, die Phrygier nannten ihren Sonnengott „Artis“, die Sryrer „Thamuz“, und die Iraner feierten wie die alten Römer die Ankunft ihres Licht– und Sonnengottes „Mithras“. Die Römer drückten mit ihrem „Sol invictus“, was „unbesiegter Sonnengott“ bedeutet, besonders eindruckvoll ihre Ehrerbietung für das Starke und Kräftige aus. Bei unseren direkten Vorfahren, den Germanen und Kelten war dieses Fest unter den Namen „Jul“ bzw. „Yule“ bekannt, wobei konkret hier in Mitteleuropa der Begriff „Wintersonnenwende“ gebräuchlich war.

Auch bei uns muss noch das eine oder andere schnell erledigt werden. Neues fassen wir dann erst wieder im Januar an. Trotzdem werden wir versuchen, ein Stück der dunklen Zeit zu nutzen, um auszuruhen. Ich glaube, dass haben wir alle dringend nötig.

Ab 18 Uhr ist es stockdunkel und wenn das Wetter es zulässt, können wir den wunderbaren Sternenhimmel beobachten. Es ist immer wieder das Gefühl, nicht alleine zu sein mit all den alten Mythen am Himmel. Wir sehen fast alle Zeichen des Tierkreises und der Mond macht eine Planetenreise und schmückt sich mit ihrem Licht. Orion der Winterjäger und seine Hunde am Himmel, die Zirkumpolaren, ewig kreisenden Sternbilder hoch über uns, und die Sternschnuppenströme der Geminiden, entsprungen aus den Zwillingen und später die Ursiden ….ein Glück für Jeden, der eine erhaschen kann – ein Wunsch – schnelle ausgesprochen – soll sich im neuen Jahr erfüllen.

Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit, gemütliche Stunden und Ruhepausen zwischen dem ganzen Weihnachtsstress und einen guten Jahresabschluss!

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