Good bye Maerzen, hello April

Der zweite Frühlingsmonat steht an und bereitet uns ein Bett aus weissen Frostkristallen… Der vierte Monat nach der alten Rechnung hat aber auch die Sonne und die ersten richtig warmen Stunden im Gepäck und eignet sich daher prima um Dinge voranzutreiben und zu beginnen, denen wir über den kommenden Sommer Gesicht verleihen werden.

Aufbruch, Anbeginn,Entwicklung und Wachstum: dafür steht der April und einen Aufbruch in der Natur spürt tatsächlich jedes Lebewesen in diesen Wochen, wenn sich die gesamte Tier- und Pflanzenwelt an der stärker werdenden Sonne, den positiven Energien des Frühlings und den steigenden Lebenssäften erfreut….in der Astrologie ist der Widder das Zeichen für Frühling und der Monat ist der Aphrodite/Venus geweiht und ist – auch wenn wir uns bereits im Frühling befinden – ein Schwellenmonat.

Die Wiesen für die kommende Weidesaison vorzubereiten mit Düngen, kalken und setzen neuer Weidezäune, endlich den Unterstand für die Wallache fertigen, unsere eigenen Gärten in Schwung bringen…..wir haben immer genügend zu tun.

Auch unser Sternenhimmel hat sich in den letzten Tagen wieder verändert und man sieht den Wechsel der Bilder: Orion, Leitsternbild des Winterhimmels, der rote Aldebaran im Stier sowie der Sirius im GroßenHund sind im Südwesten zwar noch präsent, werden aber zunehmend von den Frühlingssternbildern verdrängt….

Der Löwe nimmt seinen Platz ein, vor ihm der Krebs. Der Große Wagen ist nach oben gewandert; seine Deichsel deutet gen Osten, auf den orange-roten Arktur im Rinderhirten (Bootes). Dem Großen Wagen gegenüber sinkt das leicht zu findende Himmels-W der Kassiopeia tief an den nordwestlichen Horizont….die Herbst und Winterbilder verlassen die nächtliche Bühne und geben den Weg frei für die Jungfrau mit Hauptstern Spica . Zusammen mit Arktur und Regulus (Löwe) bilden diese drei Sterne das Frühlingsdreieck; Spica ist derzeit jedoch aufgrund ihrer Horizontnähe noch etwas unscheinbar. …

Für die alten Griechen verkörperte die Jungfrau die Göttin der Fruchtbarkeit, Demeter. Ihre Tochter Persephone wurde von Hades, dem Gott der Unterwelt entführt, denn Zeus hatte ihm das Mädchen zur Frau versprochen. Demeter war über den Verlust ihres Kindes sehr traurig und ließ die Felder und Bäume verdorren. Damit die Menschen nicht verhungern mussten, dachte sich Zeus eine Lösung aus: Persephone durfte zwei Drittel des Jahres bei ihrer Mutter verbringen und musste für den Rest des Jahres zu ihrem Mann in die Unterwelt.

Hält sich Persephone unter der Erde auf, wird es kalt und regnerisch, die Blätter fallen von den Bäumen und es beginnt zu schneien. Kommt sie zurück auf die Erde, wird alles grün, der Frühling beginnt. Das Sternbild Jungfrau erinnert also an den Wechsel der Jahreszeiten. Wenn sie am Himmel erscheint, erwacht die Natur zu neuem Leben, die kalte dunkle Zeit des Winters ist vorüber…..Die Jungfrau wird als weiblicher Bote der Fruchtbarkeit angesehen. Spica als Getreideähre symbolisiert den Frühling, in dem die Natur wieder auflebt und alles grünt und blüht. Leider ist dieses Sternbild mit dem blossen Auge nicht gut zu erkennen,

Planetenreigen: Saturn, Jupiter und Mars begegnen uns nun nur noch am frühen Morgen, währenddessen die helle Venus uns den Abendhimmel versüsst…

Alles in allem wird wohl auch dieser Monat eine Berg-und Talfahrt des Lebenszyklus zeigen, auf und ab.

Wir wünschen Euch allen, dass Ihr gesund bleibt und wir wieder in eine bessere Zukunft schauen dürfen – nehmt Euch ein Beispiel an der Natur – der Monat April ist auch eine hoffnungsvolle Dekade – seit Anbeginn der Zeit lässt er uns Positivität und Freude auf Kommendes nähren.

Vielleicht ist es an der Zeit, unser gesamtes Leben neu zu formen, alte Gewohnheiten abzulegen, der Natur wieder mehr zugetan sein, alte Wege neu zu entdecken……wer weiss….

Dieser Beitrag wurde unter News veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.